Seepex entlässt 10 Mitarbeiter

Die Firma Seepex mit Sitz in Bottrop hat 10 ihrer insgesamt etwa 400 Mitarbeiter gekündigt. Getroffen hat es insbesondere ältere Mitarbeiter. Zwischen ihnen und der Geschäftsführung des Unternehmens ist es nun zum Streit gekommen. Die Betroffenen beklagen, dass sie, die älteren Mitarbeiter, das Unternehmen doch gerade mit aufgebaut hätten. Außerdem habe es genau diejenigen getroffen, die in der Firma offen ihre Meinung gesagt hätten.

Die Streichung von insgesamt 30 Stellen war von dem Bottroper Spezialist für Exzenterschnecken-Pumpen bereits im Früjahr angekündigt worden.

Die Geschäftsführung hat den Logistikbereich nach eigenen Angaben ausgelagert, um Freiraum für eine Ausweitung der Produktion zu schaffen.

Gekündigt wurde nun aber wohl auch solchen Mitarbeitern, die überhaupt nicht im Logistikbereich eingesetzt waren. Dies könnte die Wirksamkeit dieser Kündigungen in Frage stellen. Denn bei der obligatorischen Sozialauswahl könnten Mitarbeiter miteinander verglichen worden sein, die arbeitsrechtlich nicht vergleichbar sind.

Außerdem drängt sich die Frage auf, ob die Sozialauswahl auch im Übrigen korrekt durchgeführt wurde. Denn hierbei ist nach den Vorgaben des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG) als eines der maßgeblichen Kriterien unter anderem die Dauer der Betriebszugehörigkeit zu berücksichtigen. Die Kündigung der betriebsältesten Mitarbeiter ist hierdurch erschwert.

Den betroffenen Mitarbeitern kann nur dringend geraten werden, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, um die Wirksamkeit der Kündigung überprüfen zu lassen.

ACHTUNG: Es muss innerhalb von drei Wochen ab Erhalt der Kündigung Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht erhoben werden. Anderenfalls ist die Kündigung wirksam, auch wenn sie rechtswidrig gewesen sein sollte.

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