Abgasskandal: Jetzt Diesel zurückgeben!

Abgasskandal: Jetzt Diesel zurückgeben!

Es drohen Fahrverbote und
die Verjährung Ihrer Ansprüche!
Jetzt gegen VW vorgehen!
Rechtsanwalt Bottrop

Im Abgasskandal steigt der Zeitdruck für Betroffene. Ansprüche gegen Volkswagen (VW) drohen mit Ablauf des 31. Dezember 2018 zu verjähren. Wer seine Chance auf einen “Umtausch” seines Diesel-Fahrzeugs noch wahrnehmen möchte, sollte jetzt handeln.

Was ist geschehen?

Im Jahr 2015 wurde von US-amerikanischen Behörden festgestellt, dass viele Fahrzeuge des Herstellers VW im realen Fahrbetrieb weit mehr Schadstoffe, insbesondere Stickoxide, ausstoßen als auf dem Prüfstand.

Im Zuge der Ermittlungen trat zu Tage, dass VW die Behörden und die Öffentlichkeit getäuscht hatte. Die Motoren der betroffenen Fahrzeuge sind so programmiert, dass sie bei der Abgasuntersuchung, also auf dem Prüfstand, die Grenzwerte für den Schadstoffausstoß einhalten. Sobald sie aber den Prüfstand verlassen, erkennt die implementierte Software, dass die Untersuchung beendet ist, und wechselt in einen Betriebsmodus, in dem der Schadstoffausstoß exorbitant ansteigt. Die Software schaltet also die Abgasreinigung aus, sobald sich das Fahrzeug nicht mehr im Untersuchungsumfeld befindet.

Dies stellt eine sogenannte unzulässige Abschalteinrichtung dar. Mit der Implementierung dieser Software, ohne deren Funktionsweise offenzulegen, hat VW seine Kunden vorsätzlich getäuscht. Denn ein Autokäufer geht davon aus, dass die Abgasreinigung nicht allein deshalb abgeschaltet wird, weil das Fahrzeug den Prüfstand verlässt. Nach unserer Auffassung liegt hier – wie von mehreren Gerichten mittlerweile bestätigt – eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung durch VW zu Lasten der betroffenen Autofahrer vor.

Betroffene Fahrzeuge

Welche Fahrzeuge vom Dieselskandal betroffen sind, lässt sich noch immer nicht abschließend beurteilen. Immer wieder gibt es neue Erkenntnisse. So hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) erst vor wenigen Tagen veröffentlicht, dass die Audi 3.0 l Euro 6, Modelle A4, A5, A6, A7, A8, Q5, SQ5, Q7, nachweislich mit unzulässigen Abschalteinrichtungen ausgestattet seien und eine Rückrufaktion in Vorbereitung sei.

Fest steht auch, dass Fahrzeuge, die mit dem Motor des Typs EA-189 ausgestattet sind, betroffen sind. Hierbei handelt es sich um einen von Volkswagen (VW) hergestellten Motor, der auch in Fahrzeugen der Marken Audi, Skoda, Seat und Porsche verbaut wurde. Auf den folgenden Seiten können Sie prüfen, ob auch Ihr Fahrzeug betroffen ist:

Ansprüche gegen den Händler

Mit dem Verkäufer des Fahrzeugs haben betroffene Autofahrer einen Kaufvertrag abgeschlossen. Der Verkäufer ist in selteneren Fällen VW und in den allermeisten Fällen ein selbstständiger Händler. Im Kaufrecht werden dem Käufer diverse Rechte eingeräumt, wenn die Kaufsache einen Mangel aufweist. Diese galt es durchzusetzen. Allerdings sind diese Gewährleistungsrechte zwischenzeitlich am 31. Dezember 2017 in den meisten Fällen verjährt. Wer also seine Rechte gegenüber dem Händler bisher nicht geltend gemacht hat, dürfte schlechte Karten haben, heute noch Gewährleistungsrechte durchzusetzen.

Ansprüche gegen VW

Allerdings sind wir der Auffassung, dass daneben oder stattdessen auch VW den betroffenen Autofahrern zum Schadensersatz verpflichtet ist. Hierin wurden wir in zahlreichen Urteilen bereits bestätigt. Etliche Gerichte haben mittlerweile entschieden, dass VW den Tatbestand des Betruges bzw. der vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung erfüllt hat und deshalb schadensersatzpflichtig ist. Diese Schadensersatzansprüche gegenüber VW drohen allerdings am 31. Dezember 2018 zu verjähren. Es ist also Eile geboten. Wenn Sie betroffen sind, sollten Sie schnell handeln!

Schadensersatz

Worin besteht der Schadensersatz, den Sie verlangen können? – Wir sind der Meinung, dass VW die Betroffenen – egal ob es sich um einen VW, einen Seat, einen Audi oder einen Škoda handelt, so stellen muss, wie sie stehen würden, wenn sie nicht getäuscht worden wären. Und da ein Autokäufer, der vor Abschluss des Kaufvertrages über die Funktionsweise der Steuerungssoftware aufgeklärt worden wäre, bei objektiver Betrachtung sicher vom Kauf abgesehen hätte, dürfte VW dazu verpflichtet sein, den betroffenen Autobesitzern Schadensersatz in Höhe des Kaufpreises zu zahlen. Allerdings muss das betroffene Fahrzeug dann im Gegenzug an VW herausgegeben werden und für die Nutzung des Fahrzeugs zwischen Kauf und Rückgabe ist unter Umständen eine geringfügige Entschädigung zu zahlen. Auf jeden Fall aber ist auf diese Weise ein “Umtausch” möglich.

Jetzt handeln!

Das Bundesverwaltungsgericht hat am 27. Februar 2018 entschieden, dass Städte und Gemeinden Fahrverbote verhängen dürfen, um die Schadstoffbelastung in der Luft zu senken. Solche Fahrverbote sind zwar nicht sofort, wohl aber in den nächsten Monaten zu erwarten, wenn die Politik nicht noch eine andere Lösung findet. Deshalb heißt es jetzt: Handeln! Unter Umständen kann VW zum Umtausch des Fahrzeugs gezwungen werden.

Gehört Ihr Fahrzeug zu denjenigen, die bereits im Jahr 2015 bekanntgegeben wurden, ist es also insbesondere mit einem Motor des Typs EA 189 ausgestattet, dann droht mit Ablauf des 31. Dezember 2018 die Verjährung Ihrer Ansprüche gegen VW.

 

 

 

 

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