Das finde ich toll …

In der Sendung Stern TV wurde heute berichtet, dass in Dänemark seit 2001 Restaurants und Imbisse, aber auch Apotheken, Supermärkte oder Bäckereien mit sichtbaren Bewertungen am Eingang versehen werden, die die Einhaltung der Hygienevorschriften dokumentieren. Die Inhaber der Ladenlokale seien verpflichtet, diese Bewertungen auszuhängen, so dass die Verbraucher die Möglichkeit haben, schon vor einem Kauf oder einer Bestellung zu erfahren, ob es in dem Lokal auch sauber ist.

Die Bewertung erfolge durch die Vergabe eines von vier verschiedenen Smileys: ein lachender, ein lächelnder, ein neutraler und ein trauriger Smiley geben dem Kunden Aufschluss über die Sauberkeit in dem Betrieb.

Das sollte es in Deutschland auch geben.

Bisher gibt es nur in Berlin etwas Vergleichbares: eine Negativliste, die im Internet veröffentlicht wird und alle Lokale aufführt, in denen es nicht sauber ist.

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2 Kommentare zu “Das finde ich toll …

  1. doppelfish

    Die öffentliche Dokumentation von Reinigungs- und Hygienemaßnahmen ist hier zwar nicht vorgeschrieben, wird aber häufig praktiziert. Ob wir dafür eine Vorschrift brauchen, ist eine ganz andere Frage. Interessant ist doch die Übereinstimmung zwischen Dokumentation und den tatsächlichen Verhältnissen, Und wenn ich die nachprüfen möchte, muß ich doch erstmal die Küche besichtigen – denn draussen Smileys aufhängen kann jeder.

    Und “vergleichbar” geht anders.

    In Berlin hat eine Behörde eines einzigen Bezirks eine Liste von angeblich schlechten Lokalen herausgegeben, basierend auf Informationen, die bestenfalls veraltet waren und die in vielen Fällen nicht mehr zutreffen. Aktuell sind natürlich die Pleiten, denen die Eigentümer der so gebrandmarkten Betriebe entgegensehen, sauber oder nicht.

    Diese Behörde muß sich die Frage gefallen lassen, warum sie einerseits genug Material zu haben denkt, um die Lokale via Internet anzuprangern, warum es aber andererseits nicht möglich ist, den Betrieb anhand eben dieser Informationen zu schließen. Woanders greift § 186 StGB, hier anscheinend nicht.

    Und das sollte es in Deutschland nicht geben.

    1. Nils Finkeldei

      @doppelfish:
      Ich gebe Ihnen Recht, wenn Sie der Meinung sind, dass Dokumentation und tatsächliche Verhältnisse übereinstimmen müssen. Wo das nicht der Fall ist, dürfte ein öffentlich-rechtlicher Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch des betroffenen Gastronomen entstehen.
      Das ändert aber (für mich) nichts daran, dass die “Idee”, die Einhaltung von Hygienevorschriften im Gastronomiebereich durch einen Aushang transparent zu machen, hervorragend ist.

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